Mittwoch, 6. November 2013

Die Leiden des jungen Werthers


am 22. May, Zeile 20,

,,Daß aber auch Erwachsene, gleich Kindern, auf diesem Erdboden herumtaumeln, gleichwie jene nicht wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen, eben so wenig nach wahren Zwekken handeln, eben so durch Biskuit und Kuchen und Birkenreiser regiert werden, das will niemand gern glauben, und mich dünkt, man kann's mit Händen greifen."

Mit diesen Zeilen - so denke ich - will Werther bzw. Goethe ausdrücken, dass auch Erwachsene nicht immer ihrem Alter entsprechend handeln. Wie Kinder sind sie leicht zu beeinflussen, indem man ihnen eine Belohnung für gute Leistungen und Bestrafung für normwidrige Handlungen verspricht. Während der "Birkenreiser" das Realitätsprinzip vertritt und das "Biskuit" das selbstlose Lustprinzip verkörpern soll, steht der Mensch zwischen diesen beiden Prinzipien. Jeder möchte dem nachgehen, wozu er gerade Lust hat und doch kennen wir alle unsere Verpflichtungen. Diesen Verpflichtungen kommen wir nach, weil wir genau wissen, welche Konsequenzen uns erwarten, wenn wir diesen nicht gerecht werden. Noch heute stehen wir in einem andauernden Kampf mit uns selbst, da es ausgesprochen schwer ist, einen perfekten Ausgleich zwischen den Extremen zu finden.

Auch ich verspüre mehr Lust an einem freien Nachmittag meinen Lieblingsfilm anzusehen oder mich mit Freunden zu verabreden, anstatt mich auf die bevorstehenden Prüfungen zu konzentrieren. Und so wie im Textabschnitt des Werthers beschrieben, ist das bei Erwachsenen nicht anders.
Da meine Mutter hundert Prozent berufstätig ist, würde ihr im Traum nicht einfallen nach Feierabend sich noch mehr Arbeit zu bereiten als notwendig. Wenn die Wäsche gebügelt und das Essen zubereitet ist, legt sie sich auf die Couch und tut, wozu jeder um 20.15 Uhr Lust hat. Fernsehen.
Rosamunde, Tatort, Traumschiff...

Es ist wichtig, nebst seinen Pflichten auch seinen Wünschen nachzugehen und somit einen Ausgleich in seinem Leben zu finden. Nicht nur an seinem Lustprinzip festzuhalten, aber auch nicht am Realitätsprinzip zu Grunde zu gehen.

Sonntag, 8. September 2013

Mythologie

Musen

-Wer-


Die 9 Olympischen Musen

Der Theogonie von Hesiod (6. Jh. v. Chr.) nach sind die neun olympischen Musen die Töchter von Mnemosyne und des Zeus. Sie werden Mnemoniden oder olympische Musen genannt. 

Kilo, die Rühmende; Muse der Geschichtsschreibung (Attribute: Papierrolle & Schreibgriffel)
Melpomene, die Singende; Muse der Tragödie (Attribute: ernste Theatermaske & Weinlaubkranz)
Terpischore, die fröhlich im Regen tanzende; Muse für Chorlyrik & Tanz (Attribut: Leier)
Thalia, die Festliche; Muse der Komödie (Attribute: lachende Theatermaske, Efeukranz und Krummstab)
Euterpe, die Erfreuende; Muse der Lyrik und des Flötenspiels (Attribute: Aulos, die Doppelflöte) 
Erato, die Liebevolle; Muse der Liebesdichtung (Attribut: Saiteninstrument, Leier)
Urania, die Himmlische; Muse der Astronomie (Attribute: Himmelskugel & Zeigestab)
Polyhymnia, die Hymnenreiche (Liederreiche); Muse des Gesangs mit der Leier (kein spezifisches Attribut)
Kalliope, die mit der schönen Stimme; Muse der epischen Dichtung, Rhetorik, Philosophie und Wissenschaft (Attribute: Schreibtafel & Schreibgriffel)

File:Musae.png
Die neun olympischen Musen

Es gibt da auch noch 
Die drei/vier titanischen Musen
Die drei/vier apollonischen Musen, Töchter des Apollon
Die sieben/neun pireirischen Musen

Die Heiligtümer der Musen werden Museion genannt (Daraus entstand das heutige Wort Museum)


Dienstag, 20. August 2013

Mythologie


Helena & Paris


File:Helene Paris David.jpg
Helena und Paris
Obwohl die Geschichte besagt, dass sie ihn liebte,
sieht die schöne Helena nicht sonderlich glücklich aus.
 
Wer
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Hauptgestalten


Helena (wurde als örtliche Vegetationsgöttin Spartas verehrt) & 

Paris (Sohn des trojanischen Königs Priamos und der Hekabe) 
Weitere wichtige Gestalten
Kassandra, Hektor: Geschwister des Paris 
Leda, Zeus: Mutter und Vater der Helena



Was

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Kurz gefasst

Es wird vorausgesagt, dass Paris als Fackel zur Welt kommt, welche eines Tages Troja in Brand stecken werde. In Sparta begegnet Paris der Helena, die Aphrodite ihm als Gattin versprochen hatte. Er entführt die ihn liebende Helena und löst so ungewollt den Trojanischen Krieg aus. 

Etwas ausführlicher

Hekabe hat einen Traum: Der Sohn, den sie gebiert, wird Trojas Verderben herbeiführen. Der Seher Aisakos bestätigt das. Nach der Geburt wird Paris daher auf dem Berg Ida ausgesetzt und von einer Bärin gesäugt. Mit Erreichen des Mannesalters heiratet er die Nymphe Oinone, Tochter des Flussgottes Kebren.Eines Tages erscheint ihm Hermes mit der Bitte, zwischen den drei Göttinnen Hera, Aphrodite und Athene die schönste auszuwählen. Paris entscheidet sich für Aphrodite, welche ihm die Hand der schönsten Frau auf Erden verspricht. In Sparta begegnet er dann der schönen Helena, die aber bereits an Menelaos vergeben ist. Mit ihrer Entführung löst Paris ungewollt den Trojanischen Krieg aus. Beim Bogenduell mit dem Gemahl der Helena schützt Aphrodite Paris, der später den gefürchteten Achilleus mit einem Bogen an der Ferse verletzt, wobei Apollon ihm allerdings die Hand führt. 
File:Johann Heinrich Füssli 001.jpg
Aphrodite, die den Paris zum
Duell mit Menelaos führt
 Paris' unglückliches Schicksal: Der Bogenschütze Philoktetes ist im Besitz von Bogen und Pfeilen des Herakles, welche mit Gift der Lernäischen Schlange versehen sind. Paris wird mit zwei dieser Pfeile verwundet und schleppt sich leidend auf den Berg Ida zu seiner ersten Frau Oinone, die das Gegengift besitzt. Wütend darüber, dass Paris sie der Helena wegen verliess verwehrt sie im jede Hilfe und Paris stirbt qualvoll. Aus schlechtem Gewissen lässt Oinone einen Scheiterhaufen errichten und lässt sich mit ihrem Geliebten verbrennen. 





Quelle


Freitag, 5. Juli 2013

21 Grams

Dem Mann gegenüber zu stehen, der das Herz des toten Mannes in sich trägt - erschreckend.
Das Gefühl von Sicherheit. Liebe. Rache macht es nicht ungeschehen - Alkohol und Drogen aber erträglicher.