am 22. May, Zeile 20,
,,Daß aber auch Erwachsene, gleich Kindern, auf diesem Erdboden herumtaumeln, gleichwie jene nicht wissen, woher sie kommen und wohin sie gehen, eben so wenig nach wahren Zwekken handeln, eben so durch Biskuit und Kuchen und Birkenreiser regiert werden, das will niemand gern glauben, und mich dünkt, man kann's mit Händen greifen."
Mit diesen Zeilen - so denke ich - will Werther bzw. Goethe ausdrücken, dass auch Erwachsene nicht immer ihrem Alter entsprechend handeln. Wie Kinder sind sie leicht zu beeinflussen, indem man ihnen eine Belohnung für gute Leistungen und Bestrafung für normwidrige Handlungen verspricht. Während der "Birkenreiser" das Realitätsprinzip vertritt und das "Biskuit" das selbstlose Lustprinzip verkörpern soll, steht der Mensch zwischen diesen beiden Prinzipien. Jeder möchte dem nachgehen, wozu er gerade Lust hat und doch kennen wir alle unsere Verpflichtungen. Diesen Verpflichtungen kommen wir nach, weil wir genau wissen, welche Konsequenzen uns erwarten, wenn wir diesen nicht gerecht werden. Noch heute stehen wir in einem andauernden Kampf mit uns selbst, da es ausgesprochen schwer ist, einen perfekten Ausgleich zwischen den Extremen zu finden.
Auch ich verspüre mehr Lust an einem freien Nachmittag meinen Lieblingsfilm anzusehen oder mich mit Freunden zu verabreden, anstatt mich auf die bevorstehenden Prüfungen zu konzentrieren. Und so wie im Textabschnitt des Werthers beschrieben, ist das bei Erwachsenen nicht anders.
Da meine Mutter hundert Prozent berufstätig ist, würde ihr im Traum nicht einfallen nach Feierabend sich noch mehr Arbeit zu bereiten als notwendig. Wenn die Wäsche gebügelt und das Essen zubereitet ist, legt sie sich auf die Couch und tut, wozu jeder um 20.15 Uhr Lust hat. Fernsehen.
Rosamunde, Tatort, Traumschiff...
Es ist wichtig, nebst seinen Pflichten auch seinen Wünschen nachzugehen und somit einen Ausgleich in seinem Leben zu finden. Nicht nur an seinem Lustprinzip festzuhalten, aber auch nicht am Realitätsprinzip zu Grunde zu gehen.
Auch ich verspüre mehr Lust an einem freien Nachmittag meinen Lieblingsfilm anzusehen oder mich mit Freunden zu verabreden, anstatt mich auf die bevorstehenden Prüfungen zu konzentrieren. Und so wie im Textabschnitt des Werthers beschrieben, ist das bei Erwachsenen nicht anders.
Da meine Mutter hundert Prozent berufstätig ist, würde ihr im Traum nicht einfallen nach Feierabend sich noch mehr Arbeit zu bereiten als notwendig. Wenn die Wäsche gebügelt und das Essen zubereitet ist, legt sie sich auf die Couch und tut, wozu jeder um 20.15 Uhr Lust hat. Fernsehen.
Rosamunde, Tatort, Traumschiff...
Es ist wichtig, nebst seinen Pflichten auch seinen Wünschen nachzugehen und somit einen Ausgleich in seinem Leben zu finden. Nicht nur an seinem Lustprinzip festzuhalten, aber auch nicht am Realitätsprinzip zu Grunde zu gehen.
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